"Street-Photography"-"Situations"-"People"-"Nature"-"Art".

Mich interessieren die Menschen, denen ich auf meinen Wegen begegne.

Was sie so machen. - Situationen und die Gegenwart. - Das Leben.

Dieser flüchtige Moment. - Aber auch die Natur als meditativer Rückzugsort.

(Back to the roots) Um wieder Energie aufzutanken und um mir  wieder be-

wußt zu werden, daß ich selbst "Natur" und aus Sternenstaub entstanden bin.

Vielleicht nimmt sich ja das Universum durch uns Menschen selber wahr?

Mich interessiert aber auch der oft surreale Aspekt der Fotografie.

Und wegen den irrationalen politischen Dilemmas,  ist für mich  der Fotoapparat

das ideale subversive Gerät für das  aktuelle Zeitgeschehen.

Welche Bedeutung hat eigentich die Fotografie in der zeitgenössischen Kunst?

Jedenfalls ist ein Fotoapparat immer dabei, was manchmal nervt - auch mich

selbst. - Offensichtlich ist "mensch" ja durch dieses technische Fotogerät

vom wirklichen Geschehen getrennt. - Andererseits ist die "Fotografie" für mich

auch ein Mittel für zwischenmenschliche Kontakte und Kommunikation.

"Mensch" braucht den nötigen Respekt, aber auch die notwendige Frechheit zum

Fotografieren. - Denn wenn ich immer erst frage, ob ich das auch machen darf?

Dann ist die Situation vorbei und das was ich gerade real wahrgenommen habe,

würde dann gestellt wirken. - Das Leben ist Veränderung und auch die Lichtver-

hältnisse ändern sich manchmal von einer Sekunde zur anderen.

Aus Respekt muß ich auch hin- und wieder auf eine Fotografie verzichten können.

Mut gehört auch dazu.

Gerold Flock

"Bei allen Dingen die man visuell wahrnimmt, muß man zunächst drei Dinge

in Betracht ziehen. Die Position des Auges, das wahrnimmt. Die des Objektes,

das wahrgenommen wird. Und die des Lichtes, das es beleuchtet.

Die Realität hat vielleicht bis heute noch nie jemand wirklich zu Gesicht

bekommen".   JEAN-LUC GODARD